Unser Interim
Wie wir alle schon befürchtet hatten, mussten wir eher aus unserer Mietwohnung ausziehen, als wir in unser neues Heim einziehen konnten. Selbst eine kurze nochmalige Verlängerung der Mietzeit war nicht möglich, da bereits die neuen Mieter auf der Matte standen. Also hatten wir sechs Borows nur eine Möglichkeit: bis zur Bewohnbarkeit unseres Hauses bei Bodos Eltern unterzukommen, die in ihrem Haus eigentlich genügend Platz hatten.
Natürlich war es etwas ganz anderes, mal mit der ganzen Familie für einen Nachmittag oder auch ein Wochenende zu Besuch zu kommen, als gleich für mehrere Wochen und dann auch noch mit dem gesamten Hausrat dort einzuschneien. Doch es musste halt einfach mal gehen und so versuchten wir, das Beste aus unserem Interim zu machen.
Die drei Kinder bekamen das Gästezimmer, und Bodo und ich die halbe Wohnstube zur Verfügung gestellt. Hier konnten wir am Abend die Flächenvorhänge zuziehen, um wenigstens eine optische Abtrennung zu unserer Schlafstätte zu schaffen. Am Morgen räumten wir das ganze Bettzeug wieder in Schlafsofas, und das Wohnzimmer gehörte wieder allen. Auch die Kinder hatten eine gute Lösung gefunden, sich zu dritt in einem Zimmer zu arrangieren und jedem einen kleinen Rückzugsort zu schaffen. Mit Hilfe einer Wäscheleine und ein paar alten Vorhängen teilten sie das Zimmer in 2 Teile, wobei Katja die eine Seite erhielt und sich Steve und Mark die andere Hälfte teilten. Maxi hatte sich ein warmes Plätzchen hinter den Wärmeschutz Plissees in der Küche gesucht und beobachtete von hier aus aufmerksam die Nahrungszubereitung und den Füllstand ihres Futternapfes.
Bodos Eltern sind außerdem gestern für 3 Wochen in den Winterurlaub gereist, so dass wir sozusagen „sturmfreie Bude“ haben und uns nicht mehr gegenseitig auf die Nerven gehen können. Und wenn alles gut geht, können wir bis zu ihrer Rückkehr schon das Erdgeschoss mit Küche, Bad und Wohnzimmer in unserem neuen Haus beziehen.